Kein Fußbus ab der 11. Klasse – Kostenfreie Schülerbeförderung bis zum Abitur!

Die Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt fordern das Land Sachsen-Anhalt dazu auf, die Kosten für die Schülerbeförderung für Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 11 bis 12 der Gymnasien und der Schuljahrgänge 11 bis 13 der Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen und Freien Waldorfschulen im gleichen Rahmen wie andere Schülerfahrtkosten zu erstatten. Die Bestimmungen über die Schülerbeförderung nach § 71 des Schulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (SchulG LSA) sind entsprechend anzupassen. Die Zuständigkeit der Landkreise und kreisfreien Städte als Träger der Schülerbeförderung bleibt davon unberührt.

 

Dem Lehrermangel entgegenwirken

Der Lehrermangel gehört schon jetzt zu den zentralen politischen Problemen in Sachsen-Anhalt und wird sich in Zukunft noch weiter verschärfen. Die Jungen-Liberalen Sachsen-Anhalt fordern daher:

  1. Die universitäre Studienberatung muss angehende Lehramtsstudenten deutlich stärker auf den prognostizierten Bedarf von Lehrkräften in den einzelnen Schulformen und Fächerkombinationen hinweisen. Das Land Sachsen-Anhalt soll hierfür regelmäßig den prognostizierten Bedarf an Lehrkräften veröffentlichen und für angehende Lehramtsstudenten leicht zugänglich machen. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Ampelsystem wie in Sachsen. Für die Übernahme eines Mangelfaches sollen besondere Anreize geschaffen werden, beispielsweise ein monatliches Büchergeld.
  2. Solange in ländlichen Regionen weiterhin massiver Lehrermangel herrscht, soll für Studenten, die sich dazu verpflichten, für mindestens zehn Jahre in einer ländlichen Region mit Lehrermangel zu unterrichten, ein Landlehrerstipendium in Höhe von 300 Euro pro Monat eingeführt werden. Eine Bewerbung soll ab Beginn des Studiums möglich sein.

Freiheit für Schüler, Kompetenzförderung einsetzen!

Die Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt fordern die Oberstufenverordnung des Landes Sachsen-Anhalt so zu ändern, dass auch die Fächer Geschichte, Geographie und Sozialkunde auf erhöhtem Anforderungsniveau belegt und unterrichtet werden können.

Freude statt Frustration im Sportunterricht

Die Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt sind der Überzeugung, dass ein gut ausgestalteter Sportunterricht mit einer pädagogischen Akzentuierung nicht durch Vereinssport ersetzt werden kann. Vereinssport kann lediglich einen mangelhaft ausgestalteten Sportunterricht ersetzen, welcher Leistung fast ausschließlich durch körperlich-motorische Merkmale definiert und somit bei vielen Kindern und Jugendlichen für Frustration sorgt. Ein erziehender Sportunterricht lässt Kinder und Jugendliche den Wert des Sporttreibens für das eigene Leben erkennen und fördert zudem die soziale, emotionale und geistige Entwicklung. Dabei ermöglicht er allen Schülerinnen und Schülern Erfolgserlebnisse durch vielfältige Erfahrung, steigert deren Selbstwertgefühl und befähigt zur Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. 

Die Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt fordern deshalb:

  • den Beschluss zur Liberalisierung des Sportunterrichts zu revidieren
  • eine individualisierte Leistungsbewertung im Sportunterricht, welche Anstrengung, Motivation und pädagogische Aspekte stärker berücksichtigt
  • frühzeitige Weiterbildungen für Lehrkräfte bei neuen Lehrplankonzepten

Der Markt macht es nicht allein: Für sinnvolle Kulturförderung

Die Buchpreisbindung soll erhalten bleiben.

Für echte Forschungsfreiheit – Keine Zivilklausel in Sachsen-Anhalt

Die Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt sprechen sich grundsätzlich gegen die Einführung einer sogenannten Zivilklausel im Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt oder an einzelnen Hochschulen in Sachsen-Anhalt aus.

Nachgelagerte Studiengebühren einführen!

Die Hochschulen Sachsen-Anhalts sollten in Zukunft nachgelagerte Studienbeiträge dürfen. Dafür muss jeder Student bei der Immatrikulation einen kreditvertrag mit der Investitionsbank Sachsen-Anhalt schließen. Dieser ist zunächst über eine Höhe von 500€ x durchschnittlich Studienzeit und soll flexibel an die Studiendauer angepasst werden. Das Geld ist von der Investitionsbank direkt an die Hochschulen auszuzahlen und darf von diesen nur zur Verbesserung der Lehre verwendet werden. Nach Abschluss des Studiums muss der Kredit zinsfrei an die Investitionsbank zurückgezahlt werden. Der Student ist verpflichtet diesen 5 Jahre nach dem Studium zurückzuzahlen. Alternativ dürfen die Studienbeiträge auch direkt entrichtet werden. Bei einem Studiengangwechsel oder Abbruch des Studiums innerhalb der ersten zwei Semester ist eine Rückzahlung nicht erforderlich. Das Konzept der Langzeitstudiengebühren sollte darüber hinaus ergänzend beibehalten werden.

Digitalisierung der Hochschulen in Sachsen-Anhalt

Im Bereich der Bildung wird oft über die Chancen und die Bedeutung der Digitalisierung gesprochen, allerdings werden diese Ideen in der Praxis bisher viel zu wenig umgesetzt. Sachsen-Anhalt sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen und an die Möglichkeiten der Digitalisierung an seinen Hochschulen voll ausnutzen. Dieser wichtige Schritt darf nicht versäumt werden.

Bibliotheksbestände Digitalisieren

Alle Werke in den Hochschulbibliotheken sollen in Zukunft nicht mehr nur in gedruckter Form, sondern auch als E-Book zur Verfügung gestellt werden. Anfangs sollte der Fokus hierbei vor allem auf Standardwerken und wichtigen Lehrbüchern liegen. Bei der der Digitalisierung muss darauf geachtet werden, dass die Rechte von Verlegern und Autoren nicht verletzt und ihre Interessen angemessen gewahrt werden.

Übertragung von Vorlesungen

Um überfüllte Hörsäle zu verhindern, sollen stark besuchte Vorlesungen, vor allem Einführungs- und Pflichtvorlesungen, live-gestreamt und auf einer landesweiten Plattform dauerhaft online zur Verfügung stehen. Dadurch können Studenten die Vorlesungen besser nacharbeiten und die Bildungsangebote anderer Hochschulen nutzen. Die Universitäten werden aufgefordert, die dafür notwendige Infrastruktur einzurichten und die Möglichkeit der Übertragung bei Professoren und Dozenten aktiv zu bewerben.

Anbieten von Massive Open Online Courses (MOOCs)

Im Zuge dessen soll den Dozenten auch die Möglichkeit gegeben werden, ihre Vorlesungen online als MOOCs anzubieten, an denen auch Nicht-Studenten in begrenzter Zahl teilnehmen können und nach einer erfolgreich bestandenen Klausur ein Zertifikat erhalten. Um die Lehrstühle und Korrektoren nicht übermäßig zu belasten soll für die Kurse eine Gebühr erhoben werden, mit der zusätzliches wissenschaftliches Personal finanziert werden kann. Es muss stets sichergestellt werden, dass die klassische Lehre nicht unter den MOCCs leidet.

Campuslizenzen

Für alle wichtigen Arbeitsprogramme und Datenbanken sollen Campuslizenzen erworben werden, sodass diese den Studenten gratis zur Verfügung gestellt werden können. Gleichzeitig sollen auch Fortbildungsmöglichkeiten für diese in ausreichender Zahl angeboten werden. 35

Flächendeckendes schnelles unbeschränktes WLAN

An allen Hochschulen in Sachsen-Anhalt soll den Studenten und Mitarbeitern ein lückenloses, leistungsstarkes und unbeschränktes WLAN zur Verfügung stehen, um eine freie und effektive Forschung zu ermöglichen.

Online Wahlen

Eine Stimmabgabe bei der Wahl von studentischen Gremien soll grundsätzlich auch online möglich sein, die Entscheidung darüber verbleibt aber bei den einzelnen Hochschulen. Der Datenschutz muss hierbei auf jeden Fall gewahrt werden. Bei Bedarf sollen die Hochschulen, bei der Einrichtung einer technischen Lösung, die eine geheime Wahl sichert und leicht bedienbar, ist vom Land unterstützt werden. Hierbei soll das zertifizierte Online-Wahlangebot als Vorbild genutzt werden.

Hochschulpolitik transparent machen

Um auch das Handeln hochschulpolitischer und studentischer – vor allem der Studierendenräte –Gremien transparenter zu gestalten, sollen deren Sitzungen auf universitären Plattformen für Studenten und Angestellte der Universitäten und Hochschulen leicht zugänglich live übertragen werden.

Landesweite Plattform für den Austausch von Lehrmitteln

Es soll eine landesweite Onlineplattform eingerichtet werden, auf welcher Dozenten freiwillig ihre Lehrmaterialen anderen Dozenten zur Verfügung stellen können.

Digitalisierung der Verwaltung

Auch die Verwaltung der meisten Hochschulen muss modernisiert und vereinfacht werden. Dadurch sollen Prozesse beschleunigt und der Zugang, beispielsweise durch Online-Anträge erleichtert werden.

Umsetzung

Für die Umsetzung dieser und weiterer Initiativen fehlen vielen Hochschulen, sowohl die Mittel als auch das Personal. Daher müssen sowohl vom Land als auch vom Bund deutlich mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um die Digitalisierung der Hochschulen effizient umzusetzen. Auch müssen diese Maßnahmen stets dem Anspruch genügen die Lernsituation zu verbessern und die Hochschulen freier und effizienter zu gestalten. Rein symbolische Maßnahmen, die keinen Inhalt haben, sowie bürokratischer und zeitlicher Mehraufwand für Dozenten und Studenten müssen vermieden werden. Langfristige Planung und eine solide Finanzierung sollen kurzfristige und planlose Initiativen ohne Mehrwert verhindern. Auch muss die Hochschulautonomie stets gewahrt bleiben.

Gegen die Genderisierung der deutschen Sprache

Die Stadt Hannover hat beschlossen, dass die gesamte städtische Verwaltungssprache „geschlechtergerecht“ gegendert werden soll. So soll das Rednerpult in Zukunft Redepult heißen. Diese Form der falschverstanden Gleichstellungspolitik lehnen wir strikt ab.

  1. Gendersprache verfälscht die deutsche Sprache! Ein „Studierender“ ist eine Person, die im Moment des Sprechers studiert.
  2. Gendersprache diskriminiert das dritte Geschlecht! Während das grammatische Geschlecht immer Ganzheiten formuliert und damit alle benannten Personen inkludiert, selektiert Gendersprache nach Geschlechtern.
  3. Freie Evolution, statt linke Sprachrevolution! Wir wenden uns nicht gegen sprachliche Wandelprozesse! Dort aber, wo ein solcher Prozess von oben verordnet wird, greift er in die Sprach- und Ausdrucksfreiheit von Individuen ein, führt zur Verfälschung der Grammatik und wendet sich eklatant vom normalen Sprachgebrauch der (in der Regel nicht Gender-Studies-Studierenden) Bürger ab. Daher lehnen wir solche Eingriffe als illiberal strikt ab.

Digitalisierung in der Bildung geht noch besser

Die Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt begrüßen das Konzept der Landesregierung zur Digitalisierung in der Bildung, sehen jedoch Verbesserungs- und Erweiterungsbedarf darin. Hierzu ist nötig, dass:

Die bisher vorgesehenen Geldmittel stark erhöht werden, um die Ziele des Papiers realistisch umsetzen zu können.

• Die mediale Qualifizierung der Lehrkräfte intensiviert und bereits im Studium verstärkt als Kernkompetenz verankert wird

• Grundlegende Kompetenzen im Rahmen eines Pflichtfachs vermittelt werden und nur erweiterte Kenntnisse Inhalt eines Wahlpflichtfachs sind. Grundlegend sind für uns der verantwortungsvolle und kritische Umgang mit sozialen Netzwerken, Informationsquellen und modernen IT-Geräten

Des weiteren fordern wir, dass:

• Eine Landesweite Bildungscloud unter Beachtung aller Datenschutzvoraussetzungen umgesetzt wird. Nur so kann eine endgeräteunabhängige Lösung aussehen.

• Der Wandel im technischen Bereich stets im Blick behalten wird und bei gravierenden Änderungen im technischen Bereich seitens der Regierung gehandelt werden soll