Zu Gast beim Sachsen-Anhalt Podcast

Das Team von Sachsen-Anhalt-Podcast hat im Vorfeld der Landtags

wahl eine Diskussionsrunde unter den Jugendorganisationen organisiert. Zu Gast war unter anderem auch Kai Krause, unser Landesvorsitzender. In der Diskussion mit der G

rünen Jugend ging es vor allem um die Themen Corona, Umweltschutz.

Was dabei rausgekommen ist, könnt ihr hier nachhören.

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Zum Inhalt

Unser Verhältnis zur FDP – Im Gegensatz zu anderen Jugendorganisationen versuchen wir, unsere Inhalte konstruktiv einzubringen. Damit sind wir im Übrigen auch erfolgreich: Das Aussetzen der Wehrpflicht 2011 war lange Zeit eine jungliberale Forderung. Die es letztlich in das FDP-Programm und in die Regierungspolitik geschafft hat. Auf Bundesebene gelang es zuletzt bei den Themen Masernimpfpflicht, kontrollierte Freigabe von Cannabis und Wahlrecht ab 16 inhaltliche Schwerpunkte zu setzen.
Das Landtagswahlprogramm der FDP Sachsen-Anhalt wurde an vielen Punkten von JuLis mitgestaltet und ein respektabler Teil der FDP-Kandidaten ist in Besitz einer JuLi-Mitgliedschaft.
Wir sind davon überzeugt, dass sich politische Verhältnisse nicht durch Revolution und Revolte ändern lassen, sondern durch die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Akteuren.

 

Unser Verhältnis zum Klimaschutz – Eifern die Jungen Liberalen den Grünen in Puncto Umweltschutz hinterher? Umweltverschmutzung und Klimawandel sind eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Das Thema haben wir im Übrigen nicht erst seit gestern entdeckt – Schon als Marco Buschmann und Christian Lindner bei den JuLis waren, war dies Thema für uns (Nachzuhören in de JuLi-Hymne).

Die Grünen machen es sich leicht, wenn sie viele Probleme lediglich auf die „kapitalistische Verwertungskette“ schieben. Die Funktionsmechanismen unserer Wirtschaft unterliegen dem allgemeinen Weltbild und den Handlungen der einzelnen Menschen. Wenn wir den Schaden Emissionen- und Umweltverschmutzungen einen Preis geben, gelingt es in der Marktwirtschaft wahrscheinlich sogar besser, eine ökologische Transformation zu gestalten als durch staatliche Interventionen. Zudem ist zu bedenken, dass wir nur erfolgreich sein können, wenn wir alle Teile der Bevölkerung mitnehmen – auch die, die vielleicht nicht die eigene Meinung zum Thema Klimaschutz teilen. Denn nur wenn diese ihre Ängste und Existenzsorgen ebenso artikulieren können, ohne diskreditiert zu werden, schaffen wir Akzeptanz für die notwendigen Maßnahmen. Klimaschutz darf nicht dazu führen, dass wir uns zu einer geschlossenen Gesellschaft entwickeln.

 

Unser Verhältnis zur Digitalisierung – Da das Thema in der Podcast-Folge etwas zu kurz gekommen ist, auch hier nochmal einige Standpunkte von unserer Seite: Die Corona-Krise hat ganz deutlich offengelegt, dass das Thema Digitalisierung eine weitere Kernfrage unserer Zeit ist. Und die Frage nach Demokratie geht Hand-in-Hand mit der Frage nach der Reduzierung von bürokratischen Hemmnissen. Es ist ein Skandal, dass die Mittel des Digitalisierungspaktes oft noch nicht an den Schulen angekommen. Und das liegt häufig an ewig langen Beantragungsprozessen, die für die normale kommunale Schule kaum zu stemmen sind. Die Frage ist, ob wir über 100 Jahre nach Abschaffung der Monarchie bereit sind, uns vom preußischen Untertanengeist zu verabschieden. Ein System in dem der Bürger manchmal mehr Diener des Staates ist, als der Staat Diener des Bürgers.

Zum anderen müssen wir einsehen, dass wir bei dem Thema meilenweit hinter anderen Wirtschaftsnationen hinterher hinken. Technik und Innovation haben schon immer den Anspruch zur Gestaltung untermauert. Es ist noch nichts verloren, aber wir müssen endlich in die Spur finden. Manchmal reicht es dabei schon aus, den Menschen keine Steine in den Weg zu lesen.